Sommer

Was im Schnee die Lawinenhunde leisten, leisten in der wärmeren Jahreszeit die Gebirgsflächensuchhunde. Auch diese Ausbildung ist sehr zeitintensiv und dauert ebenfalls mindestens zwei Jahre. Weiteres wird von Hund und Hundeführer viel Kondition und Ausdauer verlangt. In den ersten beiden Jahren werden ein Aufbaukurs 1 (GS-AK1) und ein Aufbaukurs 2 (GS-AK2) besucht. Dann wird die Einsatzfähigkeit im GS-Einsatztest geprüft. Nach Bestehen des Tests muss alle zwei Jahre ein Bestätigungskurs (BK) besucht werden. Die GFS-Hunde können den Vermissten durch anhaltendes Verbellen anzeigen oder indem sie ein Bringsel in den Fang nehmen, zum Hundeführer zurückkehren und ihn anschliessend zum Vermissten führen. Ein GS-Hund kommt dann zum Einsatz, wenn Personen im Gebirge nicht mehr auffindbar sind. Die Vermisstenanzeigen gehen an die Polizei (Tel. 117) oder direkt an die Rega (Tel. 1414)

Winter

Viele interessierte sind erstaunt über die relativ lange  Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren. Dabei muss nicht nur der Hund ausgebildet werden, auch der Hundeführer geht wieder an die Schulbank und lernt Erste Hilfe, Orientierung mit Karte und Kompass, Umgang mit Sonde und LVS. In den ersten beiden Jahren sind je ein Aufbaukurs (AK1, AK2) zu absolvieren. Im darauf folgenden dritten Jahr muss ein erster Bestätigungskurs (BK) besucht werden. Alle zwei Jahre folgt ein weiterer Bestätigungskurs. Neben diesen Kursen muss sowohl das einsatzfähige wie auch das in Ausbildung stehende Team alljährlich an mindestens vier offiziellen Übungen einer Hundegruppe teilnehmen. Der zukünftige Lawinenhundeführer muss wissen, dass dieses idealistische Hobby einen hohen Zeitaufwand verlangt, alle Hundeführer ehrenamtlich tätig sind, alles Erlernte auch in anderen Lebensbereichen nützlich ist, er seinem Tier mit dieser Arbeit eine optimale Beschäftigung bietet, er keine Pokale oder Auszeichnungen erwarten darf und die Leistung des Einzelnen nur in einer gut funktionierenden Gruppe Erfolg verspricht.